e-Commerce 2023

Der e-Commerce boomt! …  oder nicht mehr?

Dass der e-Commerce durch die Corona Pandemie einen starken Push erhalten hat, dürfte mittlerweile bekannt sein. Doch wie sieht das im ersten Jahr „nach“ der Pandemie aus? Und was sind demnach die größten e-Commerce Trends in 2023 die auf keinen Fall verpasst werden dürfen?

Das e-Commerce Jahr 2022 in Zahlen

In 2022 wurde der Online Handel insgesamt vor große Herausforderungen gestellt – Inflation, Preissteigerungen und damit Konsumzurückhaltungen waren hier für rückgängige Umsätze ausschlaggebend. Laut einer Studie der IFH Köln zum Online Handel gab es einen Abfall der Entwicklung zu 2021 um 2,1%. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr  2019 ist aber trotzdem ein Anstieg von 40% zu verzeichnen.

„Das Krisenjahr 2022 verleiht dem Onlineboom vor allem aufgrund von Ausgabeverschiebungen einen kleinen Dämpfer. Das wird sich 2023 wohl wieder ändern. Denn fällt die Gesamtkonjunktur wieder positiver aus, wirkt sich das auch auf den Umsatzzuwachs im Onlinehandel aus – in unseren verschiedenen Szenariovarianten rechnen wir bis 2026 mit positiven Zuwachsraten“,
so Hansjürgen Heinick, Onlinemarktexperte des IFH Köln.

Die geschätzten Umsätze im Online Handel im letzten Jahr lagen bei etwa 5,8 mio $ . Deutschland lag hierbei im Ländervergleich der Umsätze hinter China, den USA, Großbritannien, Japan und Südkorea nur auf Rang 6. (Quelle: statista.de)

Die aktuellen Krisen wirken sich natürlich auf die Konsumfreudigkeit der Menschen aus. In Deutschland fallen vor allem die Umsätze in den Bereichen Elektronik, Bücher und Unterhaltung unter die des Vorjahres. Stabil blieben die Branchen Lebensmittel und Medikamente. Spielwaren und Haushaltsgroßgeräte konnten sogar zulegen.

Ein weiterer Trend im letzten Jahr war das Kaufen via Smartphone – also so genannter Mobile-Commerce oder auch das Kaufen über Social Media Plattformen.

Um damit im kommenden Jahr, das  weiterhin von den Auswirkungen der aktuellen Krisen geprägt sein wird, im Online Handel mithalten zu können, sind hier die 5 größten e-Commerce Trends 2023:

e-Commerce Trends in 2023

1.  Mobile Commerce, Omni Channel & Social Commerce

Versuche auf verschiedenen – mobilen – Kanälen zu verkaufen.

Insbesondere Mobile Commerce wird zunehmend wichtiger. Aktuell nutzen 7,26 Milliarden Menschen Smartphones. Für 2026 sind sogar 7,5 Milliarden vorhergesagt. Immer mehr Menschen kaufen bzw. recherchieren daher auch Produkte mit ihrem Handy. In  Store gibt es ein gewünschtes Produkt nicht in passender Größe oder Farbe – zack – wird es mit dem Handy online bestellt. Hierauf sollte jeder Online Shop vorbereitet sein. Besonders wichtig ist dabei eine  Website, welche für Handys optimiert ist – vor allem in Bezug auf Navigation, Ladezeiten und Bedienbarkeit.

Aber auch der Social Commerce nimmt immer mehr zu. Gemeint ist hierbei der Verkauf von Produkten über Plattformen wie Instagram oder Facebook direkt. In den USA brachte Social Commerce in etwa 39,5 Milliarden USD Umsatz. Die Nutzung von Social Media steigt in den letzten Jahren rapide an und spätestens mit dem Meta Verse wird hierauf auch wieder intensiver Einfluss genommen. Fraglich ist hierbei nur, ob dieser Trend vorallem auf Instagram weiterhin bleiben wird, da die App erst kürzlich bekannt gab den Shoppingtab aus der Navigationsleiste wieder zu ersetzen.

Damit verbunden ist eine entsprechende Omni-Channel Präsenz . Menschen wollen die Möglichkeit haben Produkte physisch zu probieren, aber trotzdem online Rezensionen hierzu lesen und sich über mögliche Alternativen  informieren. Immer mehr Menschen nutzen daher die Möglichkeiten ihre  Online-Bestellungen im Laden abzuholen, umzutauschen oder zu retournieren .

2. Unabhängigkeit von Marktplätzen

Sei unabhängig von großen Marktplätzen!

Hand in Hand damit geht die Unabhängigkeit von großen Marktplätzen wie Amazon.  D2C – also Direct-to-Customer – Direktverkauf an Endkonsumierende – boomt. Den eigenen Online Shop nutzen, um eine Bindung zur Marke und die Verbrauchenden zu schaffen. Der Fokus der Menschen liegt mittlerweile eher auf dem WERT und BRAND BUILDING statt wahllosem Konsum.

3. Künstliche Intelligenz

Verbessere die „Customer Experience“ durch kreative und intelligente Technologien.

Menschen wollen direkt  angesprochen und persönlich abgeholt werden. Verbessere daher dein Kundenerlebnis indem du beispielsweise Chat Bots nutzt. Diese sind immer verfügbar und steigern deine Verkaufszahlen, wenn sie richtig eingesetzt werden. Store sind auch immer Verkäufer anwesend, die bei Problemen beraten oder ggfl. den nötigen Kaufimpuls geben (können). Diese kannst du mit simplem Methoden auch online simulieren. Wenn Menschen unsicher über ein Produkt sind oder benötigte Informationen nicht direkt und einfach finden, dann neigen sie dazu, den Kauf vorerst nicht zu tätigen. Gibt es einen Chatbot o.Ä. fragen sie gegebenenfalls diesen nach Hilfe. Zusätzlich reduzieren Chat Bots die Kosten für den Kundensupport.

Außerdem gewinnen personalisierte Werbeanzeigen an Bedeutung. Werden interessierte Menschen direkt und persönlich angesprochen auf ein Problem/Ware, sehen sie im entsprechenden Produkt eher die Lösung/Erfüllung und sind so eher gewillt zu kaufen. Gestalte Empfehlungen und Werbeanzeigen daher individuell.

4. Nachhaltigkeit

Achte darauf wofür dein Unternehmen steht und wie Nachhaltigkeit aktiv gelebt werden kann.

Nachhaltigkeit kann mittlerweile nicht mehr als Trend betrachtet werden. Eher ist es eine Notwendigkeit sich als Unternehmen entsprechend zu positionieren.

Zwei Drittel der Millennials achten zunehmen auf Nachhaltigkeitsfaktoren – sowohl was Produkte, als auch Services und Unternehmen an sich angeht. Bei den Folgegenerationen dürften es noch mehr sein. So wird zum Beispiel wichtiger wie mit Retouren oder Verpackungen umgegangen wird oder welche Unternehmen sich aktiv für den Umweltschutz einsetzen.

Nachhaltigkeit

Doch kaum eine Branche hat es mit der Nachhaltigkeit so schwer wie der Online Handel. Was kannst du also tun? Neben der Beachtung deiner Lieferketten und ggfls. dem Schaffen von CO2 Ausgleich durch das Pflanzen von Bäumen, sollte insbesondere Acht auf die richtigen Verpackungen gelegt werden.

Wusstest du bspw., dass in den verschiedenen europäischen Ländern unterschiedliche Recycling Gesetze gelten?

Wenn du Produkte in verschiedene Länder versendest, bist du verpflichtet diese Regeln einzuhalten und deine Verpackungen entsprechend zu lizenzieren. So können diese Länder mit deinen „Abfällen“ planen und mit diesen entsprechend umgehen.

Falls du dabei Hilfe brauchst – einen ersten Schritt Richtung mehr Nachhaltigkeit zu gehen – und deine Verpackungen entsprechend zu lizenzieren – dann helfen wir dir sehr gern weiter!

.. and last but not least:

5. Brand Building und Individualisierung

Sei individuell und bau dir deine eigene Brand auf.

Ausgehend von den bisherigen Punkten, wird damit immer mehr Fokus auf Brand Building und Individualisierung gelegt. Menschen wollen nicht einfach Produkte bestellen, sondern wissen woher diese kommen. Es wird außerdem immer mehr Wert darauf gelegt, wofür die Unternehmen insgesamt stehen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der e-Commerce weiterhin boomt und auch die Trends aus 2022 in diesem Jahr an Relevanz gewinnen.

Nachvollziehbar, wenn diese zahlreichen Entwicklungen auf kleine Online Händler überfordernd wirken können. Hilfreich ist dabei, sich auf kleine Schritte zu fokussieren und mit den „low hanging fruits“ zu beginnen.

Warum nicht also direkt für mehr Nachhaltigkeit im Versand sorgen und dich informieren, ob du hier noch Kapazitäten hast? Wir helfen gern!

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