Ein entscheidender Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft: Am 16. Oktober 2025 ist die EU Textil EPR Richtlinie in Kraft getreten. Sie zieht Hersteller von Textilprodukten zur Verantwortung und fördert eine nachhaltige Bewirtschaftung von Textilabfällen in der gesamten EU.
Die Textil EPR steht im Einklang mit der EU-Strategie für nachhaltige und kreislauforientierte Textilien und beschleunigt die Entwicklung des Textil-Recycling-Sektors in der EU. Das Ziel: Die Förderung von lokalen Arbeitsplätzen, Kosteneinsparungen für EU-Verbraucher*innen und darüber hinaus die Verringerung der Auswirkungen der Textilproduktion auf natürliche Ressourcen. Ein Schritt in die richtige Richtung, wie wir finden.
Gleichzeitig steigt mit der Textil-EPR die Komplexität für Fashion Brands und den Fashion E-Commerce in Europa. Die wichtigsten Aspekte haben wir in diesem Artikel für Sie zusammengefasst.
Inhalt:
- EU Textil EPR Richtlinie: Erweiterte Herstellerverantwortung (EPR) für Textilien
- Förderung des Recyclings von Textilien und betroffene Produkte
- Bekämpfung illegaler Exporte von Textilabfällen durch EU Textil EPR Richtlinie
- EU Textil EPR Richtlinie: Ein Schritt in Richtung Nachhaltigkeit
- Textil EPR in Frankreich
- Niederlande: Das gilt für Textilien in Holland
- EPR in Spanien
- EPR in Italien
- EPR Schweden: Intensive Bemühungen Textilien zu recyclen
- Textil EPR in Lettland
- Textil EPR in Ungarn
- Fazit
- FAQ zur EU Textil EPR Richtlinie
EU Textil EPR Richtlinie: Erweiterte Herstellerverantwortung (EPR) für Textilien
Ein Kernpunkt der Initiative ist die Einführung verbindlicher und einheitlicher Schemata für die erweiterte Herstellerverantwortung (EPR) für Textilien in allen EU-Mitgliedstaaten. Diese bewährte Praxis hat bereits bei der Verbesserung des Abfallmanagements in Bezug auf Verpackungen, Batterien und Elektro- und Elektronikgeräte große Erfolge erzielt.
Im Rahmen der EPR werden Hersteller die Kosten für das Management von Textilabfällen übernehmen. Dies soll nicht nur Anreize schaffen, Abfälle zu reduzieren und die Kreislaufwirtschaft von Textilprodukten zu fördern, sondern auch die Gestaltung von von Anfang an nachhaltigeren Produkten begünstigen.
Die Höhe der Beiträge für Hersteller wird nicht nur anhand Stückzahlen bzw. Gewicht berechnet, sondern soll auch entsprechend der Umweltleistung der Textilien angepasst werden, ein Prinzip, das als „Öko-Modulation“ bekannt ist. Mitgliedstaaten können höhere Gebühren für Unternehmen verlangen, die Fast-Fashion-Praktiken verfolgen.
Förderung des Recyclings von Textilien und betroffene Produkte
Die EU Textil EPR Richtlinie trägt dazu bei, die separate Sammlung von Textilien zu erleichtern. Die finanziellen Beiträge der Hersteller werden unter anderem Investitionen in die Kapazitäten für separate Sammlung, Sortierung, Wiederverwendung und Recycling von Textilien finanzieren. Das Ziel ist es, sicherzustellen, dass gebrauchte Textilien zur Wiederverwendung sortiert und nicht wieder verwendbare Textilien vorrangig dem Recycling zugeführt werden. Diese Maßnahmen bieten sozialen Unternehmen, die in der Sammlung und Behandlung von Textilien tätig sind, neue Geschäftschancen.
Von der EU Textil EPR Richtlinie betroffene Produkte sind konkret Bekleidung wie Hosen, Jacken und Kleider, Schuhe, Kopfbedeckungen, Heimtextilien wie Decken, Bettwäsche und Gardinen sowie Kleidung und Kleidungszubehör aus Leder oder rekonstituiertem Leder. Matratzen sind optional: Sie können von Mitgliedstaaten in ihre EPR-Regelungen aufgenommen werden, müssen aber nicht.
Innovation und Forschung für nachhaltige Textilien dank EU Textil EPR Richtlinie
Die Initiative zielt auch darauf ab, Forschung und Entwicklung innovativer Technologien für die Kreislaufwirtschaft im Textilsektor zu fördern. Ein Beispiel ist das Faser-zu-Faser-Recycling, das dazu beitragen kann, die Nachhaltigkeit von Textilprodukten zu erhöhen.
Bekämpfung illegaler Exporte von Textilabfällen durch EU Textil EPR Richtlinie
Ein weiterer wichtiger Aspekt der EU Textil EPR Richtlinie ist die Bekämpfung illegaler Exporte von Textilabfällen in Länder, die nicht angemessen darauf vorbereitet sind. Die neuen Regelungen definieren klar, was als Abfall gilt und was als wiederverwendbare Textilien betrachtet wird. Das soll verhindern, dass Abfälle unter dem Vorwand der Wiederverwendung exportiert werden. Die neuen Vorschriften unterstreichen auch die Notwendigkeit, soziale Wirtschaftseinheiten wie Wohltätigkeitsorganisationen und soziale Unternehmen in den bestehenden Textilsammelsystemen zu berücksichtigen und als Partner zu betrachten, die die verstärkte Wiederverwendung und Reparatur unterstützen.
EU Textil EPR Richtlinie: Ein Schritt in Richtung Nachhaltigkeit
Die EU Textil EPR Richtlinie ist ein bedeutsamer Schritt in Richtung einer nachhaltigeren und kreislauforientierten Textilindustrie in der EU. Angesichts der Tatsache, dass die EU jährlich 12,6 Millionen Tonnen Textilabfall generiert und aktuell nur 1% der Textilabfälle zu neuen Kleidungsstücken recycelt werden, sind diese Maßnahmen von großer Bedeutung. Die Einführung der EPR für Textilien und die Förderung der Sammlung, Sortierung und Recycling von Textilien werden dazu beitragen, die Umweltauswirkungen der Textilproduktion zu reduzieren und eine nachhaltigere Zukunft zu gestalten.
Nächste Schritte
Spätestens bis zum 17. April 2028 müssen alle EU-Mitgliedstaaten Textil-EPR-Systeme eingeführt haben. Die Pflichten für Unternehmen greifen, sobald ein Mitgliedstaat sein EPR-System aktiviert. Ab dann entstehen also Zahlungspflichten für verkaufte Textilien im jeweiligen Land. Mikrounternehmen mit weniger als 10 Mitarbeiter*innen und einem Jahresumsatz unter 2 Millionen Euro haben 12 Monate extra Zeit und müssen erst ab April 2029 EPR-Gebühren zahlen.
Textil EPR in der EU: Ausblick und aktuelle Entwicklungen
Auch wenn die Mühlen der Europäischen Union langsam mahlen, tut sich ordentlich was. Einige Länder haben bereits die Ärmel hochgekrempelt und machen sich an die Umsetzung. Hier ein kleiner Überblick über die aktuellen Entwicklungen innerhalb der EU:
Textil EPR Frankreich: Das gilt für Textilien
Frankreich war lange Zeit das einzige EU-Land mit einem EPR-System für Textilien. Dies bedeutet, dass Hersteller von Textilien für die Rücknahme, Verwertung und endgültige Entsorgung ihrer Produkte verantwortlich sind. Marktplätze wie Amazon haben in Frankreich seit 2022 ebenfalls Pflichten für die Textil-EPR.
In den Niederlanden wurde vom Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft eine erweiterte Herstellerverantwortung (EPR) für Textilien eingeführt. Seit dem 1. Juli 2023 sind Hersteller für das Recycling und die Wiederverwendung von Textilien verantwortlich. Das bedeutet, dass Hersteller Gebühren zahlen, die unter anderem Sammelsysteme und das Recycling von Kleidung und Haustextilien finanzieren.
EPR Spanien: Textilien
Spanien hat im Juni 2025 seinen Entwurf für die Textil-EPR veröffentlicht und setzt damit die EU-Vorgaben um. Die endgültige Verabschiedung wird für 2026 erwartet. Hersteller haben dann 3 Monate Zeit für die Registrierung.
Alle Unternehmen, die Textilien oder Schuhe unter eigenem Namen in Spanien produzieren, weiterverkaufen oder erstmals auf den Markt bringen sind in der Pflicht. Auch Fernabsatzhändler fallen unter die EPR-Pflicht. Die EPR-Gebühren orientieren sich am Gewicht, Recyclinganteil, der Recyclingfähigkeit und berücksichtigen auch Fast-Fashion-Praktiken.
Ein wichtiger Hinweis: Die EPR-Gebühr muss auf Rechnungen separat und klar erkennbar ausgewiesen werden, nicht im Produktpreis versteckt. Dies dient den Behörden als Kontrollmechanismus.
EPR Italien: Textilien
In Italien hat das Ministerium für Umwelt und Energiesicherheit (MASE) in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Unternehmen und “Made in Italy” (MIMIT) einen Entwurf für ein Dekret vorgelegt, das die neuen Verpflichtungen für Hersteller im Textilsektor in Bezug auf Design, Produktion, Entsorgung und Recycling von Textilien festlegt. Eine Konsultationsphase fand mit wichtigen Interessengruppen in der Branche statt, die ihre Kommentare einreichen konnten.
Zu den wichtigsten Änderungen, die vom MASE für Textilhersteller angekündigt wurden, gehört, dass Hersteller die Verantwortung für die Finanzierung und Organisation der Sammlung, Vorbereitung zur Wiederverwendung, Recycling und Verwertung von Textilabfällen übernehmen müssen. Dies kann durch kollektive oder individuelle Managementsysteme erfolgen. Es sollen geeignete finanzielle und organisatorische Mittel bereitgestellt werden, um ein landesweites Netzwerk zur Sammlung von Textilabfällen einzurichten. Kleinstunternehmen sollen nach Inkrafttreten 12 Monate mehr Zeit haben, bis die Regeln für sie gelten.
Hersteller sollen sicherstellen, dass sie Produkte entwickeln, produzieren und vermarkten, die “für Wiederverwendung und Reparatur geeignet sind, recycelte Materialien enthalten, technisch haltbar und leicht reparierbar sind”. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Entwicklungen auf die Textilindustrie in Italien auswirken werden.
EPR Schweden: Intensive Bemühungen Textilien zu recyclen
In Schweden gibt es bereits mehrere Bemühungen, Textilien zu recyceln. Unternehmen wie H&M bieten einen Kleiderrecyclingservice an, und in Sundsvall wurde der Bau einer einzigartigen Textilrecyclinganlage bestätigt, die ein Material produzieren soll, das zur Herstellung von Viskose und anderen neuen Kleidungsstücken verwendet werden kann. Laut dem Entwurf der EPR-Gesetzgebung für Textilien sollten Produzenten in Schweden sich bei einer Organisation für die Herstellerverantwortung (PRO) registrieren, um ihre Abfalltextilien zu melden. Wann das Textil-EPR-System in Schweden eingeführt werden soll, ist noch unklar.
Es gibt nationale Ziele zur Reduzierung der Menge an weggeworfenen Textilien in Schweden, wobei das erste Ziel eine Reduzierung um 70% des Gewichts bis 2028 im Vergleich zu den Basisdaten von 2022 ist. Fernverkäufer:innen (Produzenten, die Textilien nach Schweden verkaufen) wären ebenfalls unter den neuen Regeln verpflichtet – um bei der Meldung zu helfen, dürfen sie eine/n Bevollmächtigte/n Vertreter:in innerhalb des Landes ernennen. Jeder Produzent, der sein Textilprodukt bereits zu 80% oder mehr aus Textilabfällen herstellt, würde nicht gezählt werden und müsste dementsprechend nicht melden.
Die EPR-Kosten für Textilproduzenten werden steigen, da sie an eine PRO melden müssen, und es wird erwartet, dass sie diese Kosten an die Verbraucher weitergeben. Der Entwurf der EPR-Gesetzgebung für Textilien schätzt daher, dass der Preis eines durchschnittlichen T-Shirts in Schweden um 0,23 SEK (entspricht 3 Cent in USD) steigen könnte. Die EPR-Kosten für Textilproduzenten werden ähnlich strukturiert sein wie die Kosten, die derzeit von Produzenten anderer Produkte aus beispielsweise Kunststoff oder Papier getragen werden: Es würden Verwaltungsgebühren und Inspektionsgebühren an die schwedische Umweltschutzbehörde gezahlt werden, zusätzlich zu den Sammelkosten an die PRO.
Textil EPR in Lettland
Seit dem 1. Juli 2024 ist es für alle Unternehmen, die Textilprodukte in Lettland verkaufen, einschließlich Online-Händler, verpflichtend, sich einem Textil-EPR-System anzuschließen. Diese neue Regelung sieht eine Gebühr vor, die zur Finanzierung der Entsorgung und des Recyclings von Textilien genutzt wird. Das lettische System setzt die Anforderungen der EU Textil EPR Richtlinie um und ist somit einer der Vorreiter in der EU.
Textil EPR in Ungarn
Seit Juli 2023 hat auch Ungarn ein Textil EPR System eingeführt. Auch hier besteht also schon die Pflicht zur Registrierung und Bezahlung von EPR-Gebühren. Unternehmen, die nicht in Ungarn niedergelassen sind, brauchen einen sogenannten Authorized Representative. Das ist eine Entität, die stellvertretend Registrierung bei Behörden, Vertragsschließungen und Mengenmeldungen übernehmen kann.
Neben den üblichen Produktkategorien sind in Ungarn auch Teppiche EPR-pflichtig. Damit geht Ungarn sogar über die EU Regelung hinaus.
Fazit
Die Einrichtung von EPR-Systemen für alle EU-Mitgliedstaaten ist beschlossene Sache. Bis April 2028 wird es in allen Ländern Textil-EPR-Systeme geben – ein wichtiger Schritt für die Umwelt. Unternehmen sollten sich laufend über den Stand der Systeme in ihren Zielmärkten informieren und frühzeitig mit der Vorbereitung für ihre Compliance beginnen. Das heißt: Pflichten klären, Datenstrukturen aufbauen und Prozesse für regelmäßige Reportings etablieren.
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FAQ zur EU Textil EPR Richtlinie
Die EU Textil EPR Richtlinie ist eine Initiative der Europäischen Kommission, die verbindliche Schemata für die erweiterte Herstellerverantwortung (Extended Producer Responsibility) für Textilien in allen EU-Mitgliedstaaten einführt. Hersteller werden dadurch für den gesamten Lebenszyklus ihrer Textilprodukte verantwortlich und müssen die Kosten für das Management von Textilabfällen übernehmen .
Im September 2025 hat das EU-Parlament die überarbeitete Richtlinie 2025/1892 verabschiedet. Am 16. Oktober 2025 trat sie offiziell in Kraft. Die Richtlinie besagt, dass jedes EU-Land spätestens bis zum 17. April 2028 ein funktionierendes Textil-EPR System aufgebaut haben muss.
Unter die Textil EPR fallen Produkte wie Kleidung, Accessoires, Decken, Bettwäsche, Vorhänge, Hüte und Schuhe . Eingeschlossen sind auch Produkte, die textilverwandte Materialien wie Leder, Kunstleder, Gummi oder Kunststoff enthalten. EU-Länder können entscheiden, ob Matratzen bei ihnen unter die Textil-EPR fallen oder nicht.
Die Höhe der Gebühren richtet sich nach Stückzahlen bzw. Gewicht der verkauften Produkte. Gebühren können auch auf Grundlage der Zirkularität und Umweltleistung der Textilprodukte angepasst werden, ein Prinzip, das als „Öko-Modulation“ bekannt ist. Mitgliedstaaten können höhere Gebühren für Unternehmen verlangen, die Fast-Fashion-Praktiken verfolgen.
Online-Händler müssen sich je EU-Zielland bei Producer Responsibility Organizations (PROs) registrieren und ihre Textilprodukte melden. Das heißt, dass die Pflicht nicht nach der Registrierung endet, sondern mit regelmäßigen Meldungen der verkauften Mengen und Bezahlung entsprechender Gebühren verbunden ist.
Frankreich war lange Zeit das einzige EU-Land mit einem EPR-System für Textilien . Seit Juli 2023 haben die Niederlande und Ungarn eigene Systeme eingeführt . In Lettland ist seit dem 1. Juli 2024 die Teilnahme an einem Textil-EPR-System verpflichtend . Weitere Länder wie Italien und Spanien befinden sich in der Vorbereitungsphase .
Laut EU-Richtlinie gelten Pflichten für Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Mitarbeiter*innen und einem Jahresumsatz unter 2 Millionen Euro erst ein Jahr nach den Pflichten für andere Unternehmen. Sie haben also 12 Monate extra Zeit für die Vorbereitung.
Ausgenommen von der Textil-EPR sind Maßanfertigungen von Schneider*innen sowie gebrauchte Textilien beim Weiterverkauf (Second-Hand) bzw. Upcycling.
Die Richtlinie zielt darauf ab, die Entwicklung des Sektors für separate Sammlung, Sortierung, Wiederverwendung und Recycling von Textilien zu beschleunigen. Sie soll lokale Arbeitsplätze fördern und die Auswirkungen der Textilproduktion auf natürliche Ressourcen verringern .
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