Nachhaltige Verpackungen - sustainable packaging for e-commerce

Der Trend ist eindeutig: Da Konsumenten vermehrt Wert auf Nachhaltigkeit beim Einkauf legen, ziehen Händler und Hersteller nach. Prozesse, Produkte und Verpackungen müssen nachhaltiger werden. Aber was ist wirklich wichtig, um auch nachhaltigen Erfolg im Online Handel zu haben? Wir erläutern, worauf Sie beim Kaufen von nachhaltigen Verpackungen achten sollten.

Nachhaltige Verpackungen kaufen: Diese 3 Dinge sind besonders wichtig

1) Nachhaltige Verpackungen müssen wirklich nachhaltig sein

Der erste Tipp mag banal klingen, ist aber wirklich wichtig. Häufig beobachten wir, dass Verpackungen zwar optisch nachhaltig gestaltet sind, aber wenig Nachhaltigkeit drin steckt. Ein prominentes Beispiel ist besonders bei Lebensmitteln häufig zu finden. War der Lachs im Kühlregal früher in einer Plastik-Verpackung, so findet man ihn jetzt häufig in einer vermeintlichen Papierverpackung. Tatsächlich handelt es sich aber um einen Papier-Plastik-Verbund, der häufig noch schlechter recycelbar ist als die reine Plastikverpackung. Das mag zwar einige Verbraucher auf den ersten Blick täuschen, verspricht jedoch keinen langfristigen Erfolg. Denn gerade die Konsumenten, die großen Wert auf Nachhaltigkeit legen, sind meist gut informiert und erkennen den Schwindel. Nicht selten sind schlechte PR, Shitstorms auf Social Media Kanälen und öffentliche Boykotts die Folge.

Aber es muss gar nicht unbedingt eine „Mogelpackung“ sein. Häufig ist das Verpackungsdesign selbst durchaus nachhaltig, aber die Produktion erfolgt z. B. aus Neuholz oder neuem Plastik, anstatt auf Altpapier oder Recyklat zurückzugreifen. Und auch die Lieferkette stellt oft ein Problem dar. So werden viele vermeintlich nachhaltige Verpackungen in China gefertigt und legen einen langen Weg bis nach Europa zurück. Unter Umständen sogar aus Rohstoffen, die ursprünglich aus Südamerika stammen und für die nicht selten Regenwald abgeholzt wird.

Zusammenfassend kann man sagen: Eine wirklich nachhaltige Verpackung sollte stets zu 100% recycelbar und für eine Kreislaufwirtschaft geeignet sein. Es sollte so wenig Material wie möglich zum Einsatz kommen. Gleichzeitig sollte das verwendete Material idealerweise bereits recycelt sein (Altpapier oder Recyklat) oder aus nachhaltigen Alternativen bestehen. Besonders Verpackungen aus Graspapier, Hanfpapier oder aus biologisch abbaubarem Bioplastik liegen derzeit im Trend. Aber auch anerkannte Zertifikate, z. B. FSC-zertifiziertes Papier, können die Umweltfreundlichkeit der verwendeten Rohstoffe garantieren. Schließlich sollte auch die Produktion möglichst lokal erfolgen, um weite Lieferwege zu vermeiden.

2) Das Design ist wichtig

Viele, vor allem kleine Onlineshops machen den Fehler, in Verpackungen ohne eigenem Branding zu liefern. Zwar ist es wohl die nachhaltigste Methode, gebrauchte Versandverpackungen von anderen Shops oder gar alte Schuhkartons für den Versand zu verwenden, für den langfristigen Erfolg kann das jedoch schädlich sein. Wir empfehlen, von Anfang an auf ein einzigartiges Design zu setzen, das die eigene Brand hervorhebt und die Kundenbindung stärkt.

In Bezug auf nachhaltige Verpackungen setzt sich momentan ein Trend durch, die Verpackung auch optisch möglichst nachhaltig wirken zu lassen. Das macht vor allem dann Sinn, wenn man Kunden anspricht, die starken Wert auf Nachhaltigkeit legen, oder wenn man explizit Umweltfreundlichkeit in den Fokus der eigenen Brand setzt. Ein Paradebeispiel hierfür ist Snocks.com, deren neueste Versandverpackung aus Graspapier und Altpapier das Wort „Recycling“ förmlich versprüht. Dennoch ist das minimalistische Design optisch äußerst ansprechend und zeigt den Kunden zudem, warum die Verpackung umweltfreundlich ist. Als kleines Schmankerl informiert Snocks auf einer speziellen Landingpage über die eigene Versandverpackung – aufrufbar über einen QR-Code, der direkt auf dem Karton aufgedruckt ist.

Nachhaltige Verpackungen aus Graspapier bei Snocks - sustainable packaging
Versandverpackungen aus Grasfaser und Altpapier (Bildrechte: Snocks)

Die Verpackung muss aber gar nicht unbedingt „Nachhaltigkeit“ schreien. Wichtig für den Kunden ist besonders, dass das Material der Verpackung auf den ersten Blick nachhaltig und recycelbar ist. Darüber hinaus sind der Kreativität wenig Grenzen gesetzt. Hauptsache, das Design passt zur eigenen Brand. Was dabei alles möglich ist, verdeutlicht beispielsweise die Berliner Marke Concrete Jungle. Ihre Versandverpackung wirkt wie eine Verlängerung des eigenen Onlineshops. Sie ist besonders hochwertig und ästhetisch, ohne dabei den Altpapier-Touch komplett aus den Augen zu verlieren.

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Auch das Füllmaterial passt in diesem Fall perfekt zur Corporate Identity – wobei hier weniger eventuell mehr wäre. Je weniger Müll beim Auspacken entsteht, desto besser ist natürlich auch der Eindruck bei den Kunden.

3) Das perfekte Auspackerlebnis für den Kunden

Wir haben es mit dem Unboxing-Video von Concrete Jungle bereits angeteasert: das Auspackerlebnis sollte eine zentrale Rolle beim Verpackungsdesign einnehmen. Menschen sind und bleiben nunmal Menschen. Wir lieben es, schöne Dinge auszupacken. Es erinnert uns wohl an unsere Kindheit – an Weihnachten oder an Geburtstage. Das Auspackerlebnis kann eine entscheidende Rolle dabei spielen, bei den Kunden Emotionen auszulösen, und sie so an die eigene Marke zu binden. Die wichtigsten Punkte dabei sind:

  • Das Auspacken sollte möglichst einfach und intuitiv sein
  • Wow-Momente sind wichtig: Es sollte immer eine persönliche Erfahrung für den Kunden sein, die Emotionen hervorruft
  • Nach dem Auspacken sollte wenig Müll zurückbleiben

Idealerweise gestalten Sie also Ihre eigenen Verpackungen, die speziell zu Ihren Produkten passen. Die Verwendung von zu großen Verpackungen für kleine Gegenstände wird sehr häufig von Kunden kritisiert. Ebenso sollten Klebebänder aus Plastik, Plastikchips oder Styropor als Füllmaterial Relikte der Vergangenheit sein. Wir haben bereits in unserem Beitrag zu WoolCool beschrieben, wie innovative Verpackungen einen Wow-Moment auslösen können. Die Verpackung sollte generell als eine Erweiterung des Produkts verstanden werden. Auch das folgende Auspack-Video zeigt, wie das Auspacken zu einem ganz besonderen Erlebnis werden kann. Die Kundenbindung wird dabei durch Reminder noch bestärkt. Der Käufer bekommt das Gefühl, dass er mit der Bestellung etwas Gutes für die Umwelt getan hat und fühlt sich dementsprechend auch gut.

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Nachhaltige Verpackungen mit eigenem Design kaufen

Unser Partner Packhelp bietet nachhaltige Verpackungen für verschiedenste Produkte und für den Versand, die man bereits bei kleinen Auflagen mit einem eigenen Design versehen kann. Der Service funktioniert ganz einfach über einen Online-Design-Editor.

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Produziert werden die Verpackungen aus nachhaltigen Rohstoffen direkt in Polen. Kurze Lieferwege in die gesamte EU sind damit garantiert. So können Sie für Ihren eigenen Shop ganz einfach nachhaltige Verpackungen kaufen, die alle 3 genannten Punkte erfüllen. Unter unseren Partnerangeboten finden Sie außerdem einen exklusiven Gutschein für Packhelp. Damit können Sie zusätzlich 10% auf Ihre erste Bestellung sparen.

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Auch nachhaltige Verpackungen müssen bei einem Recycling-System lizenziert werden – wenngleich die Kosten dafür meist etwas günstiger sind. Wie Sie dabei zusätzlich Geld sparen können, erfahren Sie in diesem Beitrag:

Verpackungslizenz Kosten: die günstigsten Verpackungslizenzen für Onlinehändler

5 wichtige Dinge, worauf Kunden heutzutage beim Online-Shopping achten, haben wir hier zusammengestellt:

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Beitragsbild: New Africa / Shutterstock.com