Nachhaltigkeit im Online Handel

Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit gewinnt im Online Handel immer mehr an Bedeutung. Hier sind 5 Dinge, die umweltbewusste Kunden vom E-Commerce erwarten.

Je mehr die Wichtigkeit für die Umwelt steigt, desto mehr sinkt der Kauf von ökologisch bedenklichen Produkten. Zwei Drittel der deutschen Bevölkerung empfindet Nachhaltigkeit beim Online Shoppen als sehr wichtig. Für den Online Handel bedeutet das, die Anforderungen seiner Kunden ernst zu nehmen, um sie nicht an die Konkurrenz zu verlieren. Daher wird im E-Commerce an neuen Konzepten gearbeitet, um den Warenversand so nachhaltig wie möglich zu gestalten.

5 Dinge, die Kunden vom umweltbewussten E-Commerce erwarten

1. Faire Preise trotz Nachhaltigkeit

Viele würden die Umwelt gern unterstützen, aber nachhaltig zu leben hat auch seinen Preis. Kunden ist es wichtig, sich mit dem Kauf von nachhaltigen Produkten nicht in den finanziellen Ruin zu begeben. Nachhaltigkeit im Online Handel muss also nach wie vor preislich erschwinglich bleiben. Online Händler*innen müssen demnach eine ökologische sowie bezahlbare Alternative anbieten.

2. Reduzierter Verpackungsmüll

Für eine einzelne Bestellung gehen manchmal Unmengen an Papier, Plastik, Styropor und Luftpolsterfolie drauf. Verbraucher*innen erwarten Produkte, die so wenig Verpackungsmüll wie möglich enthalten. Für Online Händler*innen bedeutet das, ihre Produkte sicher an ihre Kunden zu liefern und dabei darauf zu achten, kein umweltbelastendes Füllmaterial zu verwenden. Ein Beispiel für nachhaltiges Füllmaterial ist biologisch abbaubare Maisstärke-Chips anstelle von Plastik-Chips.

Ebenso müssen sich bald wiederverwendbare Plastikboxen etablieren, damit der Karton, in dem die Bestellung war, nicht achtlos im Müll landet. Die Firma RePack beliefert Online-Shops bereits mit wiederverwendbaren Versandtaschen. Memolife.de bietet den Verpackungsversand in wiederverwendbaren Boxen an.

Der neue Konzern everdrop der mit nachhaltigen Putzmittel Tabs hält sich weitestgehend an alle Regeln. Dort wird die Lieferung lediglich in einem fensterlosen Briefumschlag geliefert. Das Produkt selbst befindet sich in einer Papierverpackung. Es geht also auch ganz ohne Plastik, Verpackungsbox oder Füllmaterial.

Neben der Müllvermeidung ist auch das Recycling wichtig. Dazu sind Onlineshops verpflichtet, ihre Verpackungen bei Recycling Systemen anzumelden. Für die deutsche Verpackungslizenz haben wir hier eine günstige Lösung vorgestellt. Falls Sie auch ins Ausland liefern, können wir Ihnen unsere europaweite Verpackungs-Compliance Lösung anbieten.

3. Herstellungsbedingungen

Für Nachhaltigkeit im Online Handel sind die Herstellungsprozesse ebenfalls von gravierender Bedeutung. Daher gilt es schon allein für die Produktauswahl auf eine nachhaltige Verarbeitung zu achten. Dies beginnt bereits bei den einzelnen Materialien und endet bei ihrer Zertifizierung.

Ebenfalls wichtig ist die Lieferkette. Online Händler*innen sollten darauf achten, keine allzu weiten Lieferwege zurückzulegen und bestenfalls regional zu bleiben. Dies sorgt für kürzere Lieferzeiten und eine höhere Flexibilität. Vielen Kund*innen sind Labels wie „aus der Region“ wichtig.

4. Geringe CO2 Emissionen

Pakete auszuliefern, bedeutet auch CO2 Emissionen einzubüßen. Für nachhaltigen E-Commerce ist es daher wichtig, auf klimaneutralen Versand zu setzen und die dennoch entstandenen Emissionen durch Aktionen oder Spenden zu neutralisieren. Außerdem positiv beitragen kann der Verzicht auf Zeitfensterzustellungen oder Lieferdienste mit mehreren Zustellungsversuchen.

Retouren sorgen ebenfalls für eine negative Öko Bilanz, daher gilt es sowohl für Online Händler*innen als auch Kunden, Retouren soweit wie möglich zu beschränken. Stattdessen sollte man sich im Vorfeld überlegen, was gekauft und verschickt wird. Produkte, die trotzdem mit einer Retour zurückkommen, sollten dennoch nicht verschrottet, sondern stattdessen wiederverwendet oder gespendet werden.

5. Über Nachhaltigkeit sprechen

Ein umweltbewusster Online Shop macht sich besonders sympathisch, wenn er seine nachhaltigen Methoden auf seiner Website thematisiert und seine Kunden über die umweltbewussten Vorgehensweisen aufklärt. Verbraucher wünschen sich Transparenz und Einsicht in bestehende und kommende Projekte.

Zalando geht hier mit einem guten Beispiel voran.

Der Online Shop Zalando hat schnell auf die globalen Klimaproteste reagiert und ist vielen Online Händler*innen beim Umweltbewusstsein voraus. Seine Versandtaschen bestehen bereits zu 80% aus recyceltem Kunststoff. Bis zum Jahr 2023 will der Konzern Einwegplastik bei seinen Verpackungen sogar komplett abschaffen. Für die Produkte selbst hat Zalando eine Nachhaltigkeitskennzeichnung eingeführt, um darauf aufmerksam zu machen, dass das Produkt umweltschonend und unter fairen Herstellungsprozessen entstanden ist. Auch achtet Zalando darauf, seine Kunden immer wieder über die Nachhaltigkeit im Shop aufzuklären. Dazu hat man eine spezielle Unterseite für nachhaltige Mode eingerichtet.

Online Handel sollte immer mit der Zeit gehen.

An eine Welt ohne Nachhaltigkeit ist nicht mehr zu denken. Deshalb sollte zukünftig jeder Online Handel sein Geschäft umweltbewusst gestalten. Dadurch wird die Umwelt weniger stark belastet und die Wünsche der Kunden werden erfüllt.

PS.: Für mehr Interesse an diesem Thema ist hier ein Beitrag über die Kreislaufwirtschaft und dem Umdenken im E-Commerce

Das Konzept der Kreislaufwirtschaft – Warum ein Umdenken im E-Commerce notwendig ist